Gestern habe ich mich bei mich bei meinem Kino Freitag für Blood Diamond entschieden und muss sagen, dass ich schon lange keinen so guten Film mehr gesehn habe.
Die Story geht einem aber auch sehr nah, da es leider immer noch viele Länder gibt, die von "uns" ausgebeutet werden. Der Film ein gutes Beispiel dafür wie andere Menschen für den Luxus des Westens bezahlen müssen.
Fazit:
Genialer Film 10/10 Punkten!!!!

Abenteuer-Thriller über den Verkauf von Blutdiamanten
Vor dem Hintergrund des chaotischen Bürgerkriegs im Sierra Leone der 1990er-Jahre erzählt "Blood Diamond" vom Schicksal des Ex-Söldners Danny Archer (Leonardo DiCaprio) aus Simbabwe und des Mende-Fischers Solomon Vandy (Djimon Hounsou).
Beide sind Afrikaner, aber ihre Herkunft und ihre Lebenssituation
könnten nicht unterschiedlicher sein – bis sie durch die Umstände
plötzlich eine gemeinsame Aufgabe haben: Sie wollen einen seltenen rosa
Diamanten aufspüren, der ihr Leben verändern kann… oder den Tod bringt.
Nach "The Last Samurai" meldet sich Edward Zwick nun nach drei Jahren Abwesenheit wieder mit einem neuen Film zu Wort. "Blood Diamond"
heißt sein neuer Drama-Thriller und erzählt trotz fiktiver Charaktere
und Story trotzdem von den tatsächlichen Auswirkungen des
Diamanten-Handels.
Angesiedelt ist der Film in Sierra Leone in
den 90er. Es herrscht Bürgerkrieg. Schießereien gehören zur
Tagesordnung und regelmäßig fliegt was in die Luft. Durch den Schmuggel
von Diamanten werden regelmäßig neue Waffen finanziert und das Land
immer weiter zerstört. Solche Diamanten, die aus kriegführenden Ländern
herausgeschmuggelt werden, werden "Konflikt-Diamanten" genannt. In den
90-Jahren wurden sie von nichtstaatlichen Organisationen wie "Global
Witness", "Partnership Africa-Canada" und "Amnesty International" zu "Blutdiamanten"
umbenannt, damit die Öffentlichkeit der Kriese mehr Aufmerksamkeit
schenkt. Als Regisseur Edward Zwick das Drehbuch in den Händen hielt,
interessierte er sich sofort für die Geschichte: "Je mehr ich
darüber las, desto faszinierter reagierte ich, aber ich war auch
entsetzt – und mir wurde klar, dass diese Geschichte unbedingt erzählt
werden muss." Zwick, der sein handwerkliches Können mit "The Last
Samurai" mehr als unter Beweis gestellt hat, musste daraus nun
einerseits einen Spielfilm machen, andererseits aber auch das
Bewustsein der Zuschauer für das Thema erweiterm, was ihm auch
wunderbar gelungen ist: "Ich glaube fest daran, dass man politisches Bewusstsein durch Unterhaltung ebenso schärfen kann wie durch Rhetorik", behauptet Zwick. "Anspruchsvolle
Themen und ansprechende Storys müssen sich nicht ausschließen –
tatsächlich ergänzen sie einander. Als Filmemacher möchte ich die Leute
vor allem unterhalten. Wenn man dadurch auch aufklären kann und ein
größeres Verständnis für die Zeit und die Umstände schafft, dann
besteht die Hoffnung, dass sich etwas ändern lässt. Natürlich kann man
mit einem isolierten Werk nicht die Welt verändern, aber ich versuche
mich damit in den großen Chor einzubringen." "Blood Diamond" zeigt
in harten, schonungslosen Bildern, wie die Bevölkerung darunter zu
leiden hat bzw. regelrecht abgeschlachtet wird. Dem Zuschauer gehen
automatisch beim Ansehen des Films die gezeigten Gräueltaten emotional
nahe, so dass auch nach dem Film noch ein übler Nachgeschmack bestehen
bleibt, was aber auch die Intention der Macher sein dürfte. Allerdings
sollte man nun nicht denken, dass sich die Message des Films gegen alle
Diamanten richtet. Es geht hier ganz klar um die Blutdiamanten, die aus
ganz bestimmten Quellen stammen: "Das Thema ist zeitlos: Ein Mann
will angesichts der schrecklichen Umstände seine Familie retten. Das
beschränkt sich durchaus nicht auf Sierra Leone. So etwas könnte auch
in vielen anderen Regionen passieren, wo normale Menschen in politische
Wirren hineingezogen werden, ohne sie beeinflussen zu können. Es gibt
unzählige unschuldige Opfer", so Zwick.
Neben der
interessanten Thematik hat "Blood Diamond auch hervorragende Darsteller
zu bieten, die in ihren Rollen nicht verschiedener sein könnten. Leonardo DiCaprio
spielt den afrikanischen Diamantenschmuggler Danny Archer, der ohne
schlechtes Gewissen die Diamanten gegen Waffen eintauscht und nur an
sich selbst denkt. DiCaprio hat schon hervorragend in "The Departed"
gespielt, das tut er auch wieder in Blood Diamond. Für beide Filme
erhielt er bereits eine Golden Globe Nominierung, eine Oscar
Nominierung wird sicherlich auch noch zurecht folgen. Vor allem im
Original kommt sein schauspielerisches Talent dann nochmals verstärkt
zur Geltung, da sein Englisch mit afrikanischem Slang vermischt ist, um
seiner Rolle die nötige Authentizität zu verleihen: "Schon als ich
das Drehbuch las, war mir klar, dass ich mich ungeheuer intensiv
vorbereiten musste. Das war einer der Gründe, die mich sofort an dem
Projekt interessierten. Es ging gar nicht anders: Wir alle mussten uns
in diese Welt einleben und aus erster Hand erfahren, was passiert ist.
Ich spiele einen Mann, der aus Rhodesien (dem heutigen Simbabwe) stammt
– deshalb musste ich mir genau anhören, wie die Menschen dort sprechen.
In einer solchen Umgebung habe ich mich nämlich noch nie bewegt." Archers Ziel ist es, mittels des Diamanten, den Solomon (Djimon Hounsou) findet und versteckt, den Kontinent endlich verlassen zu können und so der Gewalt und Korruption zu entkommen.
Jennifer Conelly ("Requiem for a Dream") spielt
die Journalistin Maddy Bowen, welche in Sierra Leone vor Ort ist um
herauszufinden, inwieweit die Diamanten die Existenz der Menschen dort
beeinflussen. Sie hält sich an Danny Archer, um an
Insider-Informationen zu gelangen, während Archer sie braucht, um
verschiedene Situationen zu meistern. Moralisch gesehen unterscheiden
sich beide aber, da Bowen sich um das Wohl der Menschen sorgt, während
dies Archer nicht weiter kümmert. Conelly gehört zu einer sehr
talentierten Schauspielerin, was sie in "Blood Diamond" eindrucksvoll
untermauert.
Der drite im Bunde ist Djimon Hounsou
("The Island", "Eragon"), welcher in "Blood Diamond" wohl seine bisher
beste schauspielerische Leistung bringt. Er spielt den Afrikaner
Solomon, der von seiner Familie getrennt wurde und zur Arbeit auf den
Diamantenfeldern gezwungen worden ist. Er ist es, der zufällig einen
Diamanten überdurchschnittlicher Größe findet, welchen er sogleich
unter Einsatz seines Lebens versteckt und hinter dem im Anschluß jeder
her sein wird. Seine Hauptsorge ist aber seine Familie zu retten und
seinen Sohn, welcher zwangsweise zum Kindersoldaten ausgebildet wird,
zurückzuholen.
Typisch für Edward Zwick ist es,
seine Filme optisch hervorragend zu präsentieren. Auch "Blood Diamond"
sieht toll aus. Der Zuschauer bekommt schöne Landschaften und
eindrucksvolle Bilder am laufenden Band zu sehen. Vor allem auch die
Actionszenen, wovon es jede Menge gibt, sind fantastisch in Szene
gesetzt und toppen die von Filmen wie "Casino Royale" locker. Der
gelungene Soundtrack von James Newton Howard ("King Kong", "Batman Begins") peppt das Ganze nochmals um einiges auf – das Gesamtbild ist sehr schön geworden.
Fazit:
"Blood Diamond" ist ein absoluter Must-See-Movie. Hervorragende
Darsteller, eine spannende emotionale Story, die von Anfang an
mitreißt, gelungene Actionszenen, der mutige politische Unterton und
das optisch-schöne Gesamtbild machen "Blood Diamond" zu einem der
Highlights 2007.
Quelle: www.moviereporter.net